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Energiesparen wird immer noch unterschätzt

Energiesparen ist bei den Verbrauchern nach eigener Einschätzung bereits weit verbreitet. Die noch vorhandenen Potenziale werden aber von vielen unterschätzt; die Bereitschaft, mehr zu tun, ist eher verhalten. Das sind die Ergebnisse einer Umfrage, die die Deutsche Energie-Agentur (dena) veröffentlicht hat.* Die dena fordert deshalb von Politik und Wirtschaft neue Initiativen, um die immer noch großen Einsparpotenziale zu erschließen.

80 Prozent der Befragten geben an, beim Heizen sowie bei der Nutzung und beim Kauf elektrischer Geräte bereits auf den Energieverbrauch zu achten. Über 70 Prozent fahren nach eigener Einschätzung spritsparend, über 60 Prozent haben sich energieeffiziente Geräte angeschafft. Andererseits schätzt fast die Hälfte der Deutschen das Stromsparpotenzial im eigenen Haushalt auf weniger als 10 Prozent ein, dabei kann der Verbrauch mit sparsamen Geräten und richtiger Nutzung um rund 20 Prozent reduziert werden. Die Investitionsbereitschaft ist eher gering. 18 Prozent wollen in den kommenden zwei Jahren nichts für energiesparende Maßnahmen ausgeben, 28 Prozent sind unschlüssig, weitere 28 Prozent haben nicht mehr als 500 Euro einkalkuliert.

Bei der Frage, wie das Energiesparen vom Staat weiter angeregt werden kann, sind sich die Verbraucher einig: Die große Mehrheit bevorzugt wirtschaftliche Anreize gegenüber gesetzlichen Vorschriften. Mehr staatliches Engagement erwarten die Verbraucher vor allem bei der Förderung von Maßnahmen zur Heizungsmodernisierung und Wärmedämmung. Auch beim Kauf von energiesparenden Haushaltsgeräten hält eine Mehrheit stärkere Anreize seitens des Staates für sinnvoll.

*Repräsentativ quotierte Online-Umfrage von YouGov Deutschland im Auftrag der dena. Gesamtstichprobe: 1620 Personen; Erhebungszeitraum: November 2013.

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